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Schadenfreiheits-Klassen und Rabatte
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Schadensfreiheitsklassen und Rabatte

Wie bei jeder anderen Versicherung auch, so versuchen die Kunden natürlich auch im Rahmen der Autoversicherungen das für sie günstigste Angebot zu finden. Dieses kann mittels eines Vergleiches der verschiedenen Anbieter geschehen, aber auch durch bestimmte Merkmale, die bei der Beitragsberechnung an sich eine Rolle spielen. So gibt es im Bereich der Autoversicherungen beispielsweise die so genannten Schadensfreiheitsrabatte und weitere Möglichkeiten, den Beitrag zu reduzieren. Der Schadensfreiheitsrabatt ist im Grunde ein Bonus der Versicherung, der dem Versicherten gewährt wird, wenn er die Versicherung nicht in Anspruch nimmt. Im Rahmen des Schadensfreiheitsrabattes werden die Autofahrer daher in so genannte Schadensfreiheitsklassen eingeteilt. Diese richten sich danach, wie viele Jahre der Versicherte bisher unfallfrei gefahren ist bzw. wie viele Jahre er die Versicherung bisher nicht in Anspruch genommen hat. Die Schadensfreiheitsklassen gibt es sowohl im Rahmen der KFZ-Haftpflichtversicherung als auch bei der Vollkaskoversicherung.

 
 

Einordnung in die Schadensfreiheitsklassen

Fahranfänger werden aufgrund ihrer mangelnden Fahrpraxis und dem dadurch statistisch auch nachgewiesenen erhöhten Unfallrisiko zunächst fast immer in die Schadensfreiheitsklasse 0 eingeordnet. Dieses bedeutet im Rahmen der KFZ-Haftpflichtversicherung, dass der Beitragssatz bei 240 Prozent (ausgehend vom 100 prozentigen Basisbeitragssatz) liegt. Dieser Beitrag halbiert sich zumeist erst nach drei schadensfreien Jahren auf 120 Prozent. Ferner werden die Schadensfreiheitsklasse in die Klasse SF 0 bis zur Klasse SF 25 eingeteilt, wobei die Zahl hinter dem Kürzel SF zumeist mit der Anzahl der schadensfreien Jahre gleichzusetzen ist. Schadensfreiheitsklasse 20 würde beispielsweise bedeuten, dass der Beitragssatz zur Haftpflichtversicherung bei 30 Prozent liegt, ebenso bei der Vollkaskoversicherung. An der Aufteilung der Schadensfreiheitsklassen kann man schon erkennen, dass dort erhebliche Einsparpotentiale hinsichtlich des Beitrages vorhanden sind. So würde ein Fahranfänger zum Beispiel zumeist die ersten drei Jahre einen Versicherungsbeitrag von z.B. 960 Euro im Jahr zahlen (basierend auf einem Betrag von 400 Euro im Jahr = 100 Prozent Basissatz), während ein Autofahrer in der SF 15 nur einen Beitrag von jährlich 140 Euro zahlen müsste (35 Prozent). Die Differenz beträgt also im oben genannten Beispiel stattliche 820 Euro im Jahr.
 

Beitragsfeststellung durch die Typklasse des Fahrzeugs

Neben den Schadensfreiheitsklassen und den daraus resultierenden Schadensfreiheitsrabatten hinsichtlich des Beitrages zur Autoversicherung, gibt es noch weitere Merkmale, die einen Einfluss auf die Beitragshöhe haben und die der Kunde auch beeinflussen kann, wenn er dieses gezielt möchte. Ein weiteres Kriterium zur Beitragsfeststellung ist zum Beispiel die so genannte Typklasse des Fahrzeuges. In diese Typklassen wird jedes Fahrzeugmodell eingeordnet, je nachdem, wie häufig es gestohlen oder in Unfälle verwickelt wird. Auch hier lässt sich also bei der Wahl eines Modells, welches selten gestohlen wird oder einen Schaden verursacht, Einiges an Versicherungsbeitrag einsparen. Gleiches gilt für die Wahl der so genannten Regionalklasse, wobei diese weniger steuerbar vom Versicherten ist, da sich nur die wenigsten Personen ihren Wohnort danach auswählen, dass sich dieser in einer günstigen Regionalklasse befindet. Die Einteilung in Regionalklassen erfolgt ähnlich wie die der Typklassen, nur das es hier auf den Zulassungsort ankommt und in welchem Maße sich dort Unfälle oder Schäden im Durchschnitt ereignen. So ist es beispielsweise alleine aufgrund der Verkehrsdichte und Kriminalitätsrate (Autodiebstähle) so, dass in ländlicheren Gegenden weniger Schadensmeldungen erfolgen als in den Großstädten.

 

Weitere "Rabatte"

Weitere "Rabatte" kann der Kunde erzielen, wenn er beispielsweise einige Merkmale aufweisen kann, die den Beitrag zur Versicherung zudem noch senken können. Dazu zählt zum Beispiel die Tatsache, dass üblicherweise nur eine Person das Fahrzeug benutzt. Ferner spielt oftmals auch die durchschnittlich gefahrene Kilometeranzahl pro Jahr eine Rolle für die Beitragsberechnung. Das ist ganz einfach daher zu erklären, dass mit jedem Kilometer mehr natürlich auch die Gefahr steigt, einen Schaden zu verursachen oder selber zu erleiden. Von daher ist hier von Vorteil, wenn man relativ wenig mit dem Auto unterwegs ist. Ein weiteres Kriterium ist bei vielen Versicherern noch die Tatsache, ob es sich um eine Garagenfahrzeug handelt oder nicht. Dabei geht es nur um die Diebstahlschwierigkeit, von daher spielt dieser Punkt auch nur im Rahmen der Teil- oder Vollkaskoversicherung eine Rolle. Rabatt heißt also nicht, dass man Geld ausgezahlt bekommt uns sich ein Partnerhoroskop über die nächst beste Astrologie-Hotline zu kaufen.